Versorgung sichern statt verschlechtern
Anlässlich des bundesweiten Aktionstages am 15. April gegen die Kürzungen in der Psychotherapie stellt sich die CDU-Landtagsfraktion Niedersachsen klar an die Seite der Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten und kritisiert die Entscheidung des Erweiterten Bewertungsausschusses, die Vergütung für ambulante psychotherapeutische Leistungen um 4,5 Prozent abzusenken.
„Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten leisten jeden Tag einen unverzichtbaren Beitrag. Diese Arbeit verdient eine faire Vergütung. Wer in einer Zeit steigender psychischer Belastungen die Honorare kürzt, setzt ein völlig falsches Signal“, erklärt Eike Holsten, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion.
„Die Zahl psychischer Erkrankungen nimmt seit Jahren deutlich zu. Jeder Fünfte unter 18 Jahren hat inzwischen mit psychischen Problemen zu kämpfen. Ohne therapeutische Hilfe können die Erkrankungen chronisch werden. Gleichzeitig sind die Wartezeiten auf einen Therapieplatz vielerorts bereits heute unzumutbar lang. Wenn sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Praxen weiter verschlechtern, droht eine zusätzliche Ausdünnung des Angebots zulasten der gesetzlich Versicherten“, Holsten weiter.
„Wir fordern, die Entscheidung zur Honorarkürzung zu überdenken und sich für eine bedarfsgerechte Versorgung psychisch erkrankter Menschen einzusetzen. Psychische Gesundheit darf nicht zur Sparreserve werden. Wer heute investiert, verhindert morgen deutlich höhere Folgekosten, menschlich wie finanziell“, fordert Holsten abschließend.
Foto: CDU Fraktion