Sanierung der L 155: Planungen nehmen Fahrt auf

Landtagsabgeordneter Eike Holsten informiert sich über nächste Schritte

Schlaglöcher ade: Die Sanierung der Landesstraße 155 zwischen Posthausen und Allerdorf nimmt Formen an. Nachdem das Land Niedersachsen Mittel für die Maßnahme angekündigt hat, unterstützt durch Gelder aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaschutz des Bundes, wurden die Planungen nun bei einem Termin in der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Verden vorgestellt. 

Der CDU-Landtagsabgeordnete Eike Holsten informierte sich dort gemeinsam mit Reiner Sterna, Ortsbürgermeister von Posthausen und Kandidat für das Amt des Bürgermeisters in Ottersberg, und weiteren Vertretern der betroffenen Kommunen über den aktuellen Stand. Behördenleiterin Simone Müller und ihr Team erläuterten die geplante Umsetzung der Bauarbeiten. Ziel des Treffens war es, frühzeitig über das Projekt zu informieren und alle Beteiligten einzubinden.

Aufwendige Sanierung einer Moorstrecke

Im Mittelpunkt steht der rund 4,5 Kilometer lange Streckenabschnitt zwischen Posthausen und Allerdorf, der als besonders beschädigt gilt und in der Vergangenheit immer wieder für Beschwerden in der Bevölkerung gesorgt hat. Da es sich um eine Moorstrecke handelt, sei die Sanierung technisch anspruchsvoll, so Simone Müller. Der Fahrbahnbereich wird zwischen 70 Zentimetern und 1,20 Metern tief ausgekoffert und der gesamte Oberbau ausgetauscht. Um die Tragfähigkeit des Bodens zu erhöhen, soll die Fahrbahn mit einer Geogitter-Vliesstoff-Kombination sowie einer Schottertragschicht stabilisiert werden. Dieses Verfahren verbessert die Lastverteilung und reduziert Rissbildungen, führte Bauingenieur Florian Ziegler bei der Präsentation aus. Gute Erfahrungen damit hat die Landesbehörde bereits bei der Sanierung der Landesstraße 133 zwischen Lilienthal und Grasberg gemacht.

Eike Holsten lobte die Mitarbeiter der Landesstraßenbehörde für ihren Einsatz: „Ich danke dem Team für die engagierte Arbeit rund um die L155 und die ausführlichen und frühzeitigen Informationen zum aktuellen Planungsstand.“ So erfuhr er, dass die öffentliche Ausschreibung im Mai erfolgen soll und der Baustart noch für dieses Jahr vorgesehen sei. Vorbereitend laufen derzeit Baugrunduntersuchungen und eine Baumbeschau entlang der Strecke. Aufgrund des aufwendigen Bauverfahrens rechnet die Landesstraßenbaubehörde mit etwa vier bis fünf Monaten Bauzeit pro Abschnitt und einer Gesamtbauzeit von rund zwölf bis fünfzehn Monaten. Die in diesem Schritt zu sanierende Strecke wird in drei Bauabschnitte unterteilt: südlicher, mittlerer und nördlicher Bereich bis zur Kreisstraße 5. Während der Arbeiten muss der Verkehr – auch wegen parallellaufender Bauarbeiten an der A 27 – großräumig umgeleitet werden.

Rund vier Millionen Euro Investition

Die Kosten der Maßnahme werden aktuell auf rund vier Millionen Euro geschätzt. Finanziert werden sie aus Mitteln des Sondervermögens Infrastruktur, das unter anderem für dringend sanierungsbedürftige Straßenabschnitte und Brücken bereitgestellt wurde. Auch der Radweg entlang der Strecke soll erneuert werden, allerdings zeitlich versetzt und nicht parallel zur Fahrbahnsanierung.

Bei dem Termin wurde angeregt, frühzeitig auch die Anlieger über das Projekt zu informieren. Bürgermeisterkandidat Reiner Sterna wies darauf hin, dass eine frühzeitige Kommunikation zu Einschränkungen oder Umleitungsstrecken für die Akzeptanz dieser Maßnahmen unter Betroffenen wichtig sei. Simone Müller betonte, dass dies so vorgesehen sei und die Öffentlichkeit rechtzeitig über den weiteren Ablauf, Termine und Bauabschnitte, informiert werde. Gleichzeitig warb sie für Verständnis, dass man erst die Ausschreibung abwarten müsse, die aufgrund der zu erwartenden Baukosten von rund vier Millionen Euro europaweit erfolgt. 

Der CDU-Landtagsabgeordnete Eike Holsten begrüßt, dass die Sanierungspläne des Streckenabschnitts zwischen Posthausen und Allerdorf endlich Gestalt annehmen. Vor dem Hintergrund der bereits für 2027 zugesagten Finanzierung für den weiteren Streckenabschnitt der L 168 von Ottersberg bis Posthausen wies er darauf hin, schon jetzt zu prüfen, welche Maßnahmen notwendig sind, damit die schon schwer beschädigte Fahrbahn bis dahin weiterhin sicher befahrbar bleibt.

Die geplante Sanierung kommentiert der CDU-Politiker abschließend folgendermaßen: „Endlich kommt Bewegung in die Sanierung der Landesstraße 155. Dank der Fördermittel fließt nun frisches Geld in eine wichtige Verkehrsader der Region. Ich freue mich sehr darüber, dass die Landesbehörde das Projekt nun angeht und die Dringlichkeit erkannt hat. Denn für Anwohner, Pendler und Unternehmen ist die Straße täglich unverzichtbar. Nach Jahren voller Schlaglöcher und zahlreicher Beschwerden hätte man diese Maßnahme von der Landesregierung längst erwarten dürfen. Vier Kilometer Asphalt, die künftig wieder reibungslos verbinden. Ein Schritt, der längst überfällig war.“

Der Baubeginn rückt näher: Der Landtagsabgeordnete Eike Holsten (links) und Reiner Sterna (Mitte), CDU-Bürgermeisterkandidat in Ottersberg, informieren sich bei Simone Müller (Zweite von links), Florian Ziegler und Caren Klafke (von rechts) in der Geschäftsstelle Verden der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr über die Pläne zur Sanierung der Landesstraße 155.

Foto: Baraz

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Eike Holsten

Eike Holsten

Landtagsabgeordneter für den Altkreis Rotenburg (Wümme) und die Gemeinden Oyten und Ottersberg · CDU-Kreisverband Rotenburg

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