Landtagsabgeordneter Eike Holsten unterzeichnet Charta zur Betreuung schwerstkranker Menschen
„Niemand spricht gern über das Sterben und den Tod. Doch es betrifft uns alle“, betont der Landtagsabgeordnete Eike Holsten. Und genau deshalb müsse dieses Thema und die damit verbundenen sozialen Fragen stärker in die Mitte der Gesellschaft rücken. Bei einem Besuch im Hospiz „Zum guten Hirten“ in Rotenburg unterzeichnete der CDU-Sozialpolitiker die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen. Damit setzt er ein sichtbares Zeichen für eine würdevolle Begleitung am Lebensende.
Die Charta wird getragen von der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, dem Deutschen Hospiz- und Palliativverband und der Bundesärztekammer. Formuliert werden fünf zentrale Handlungsfelder, um die Versorgung schwerstkranker Menschen zu verbessern. Dabei geht es sowohl um ethische als auch rechtliche Fragen, aber auch die Weiterentwicklung von Versorgungsstrukturen. Im Mittelpunkt all dieser Fragestellungen steht immer der Mensch mit all seinen Bedürfnissen am Lebensende. Mit seiner Unterschrift bekennt sich Eike Holsten ausdrücklich zu diesem Ziel: Ein würdevolles Sterben soll überall in Niedersachsen möglich sein.
Wichtig sei die Charta, da die Gesellschaft immer älter wird und sich familiäre Strukturen verändern. Viele Angehörige seien stark belastet, während immer mehr ältere Menschen ohne stabiles soziales Netz lebten. Vor diesem Hintergrund seien Hospizarbeit und Palliativmedizin heute wichtiger denn je, betont Holsten. „Denn unabhängig von den individuellen Lebensumständen verdient jeder Mensch eine würdevolle Begleitung am Lebensende“, so der Christdemokrat, der sich für eine qualitativ hochwertige Versorgung und Pflege bis zuletzt einsetzt.
Die Charta soll helfen, einen Konsens über würdevolles Sterben zu finden, Verantwortlichkeiten besser zu bündeln und bestehende Interessengegensätze zu überwinden. „Ich würde mich sehr freuen, wenn sich viele Bürgerinnen und Bürger aus meinem Wahlkreis mit der Charta auseinandersetzen und sie ebenfalls unterzeichnen. Jede Stimme zählt und das geht ganz einfach online“, so der Landtagsabgeordnete. „Damit unterstützen wir auch die wertvolle Arbeit unseres Hospizes ‚Zum guten Hirten‘ in Rotenburg, das jedes Jahr rund 120 schwerstkranke und sterbende Menschen in ihrer letzten Lebensphase begleitet und verabschiedet.“
„Mit der gemeinsamen Unterzeichnung setzen wir ein Zeichen für Menschlichkeit und Nähe – dafür, dass schwerstkranke Menschen in Rotenburg und der Region nicht allein gelassen werden“, ergänzt Johannes Stephens, Geschäftsführer des Hospizes „Zum guten Hirten“ sowie stellvertretender Vorsitzender des Hospiz- und Palliativverbands Niedersachsen.
Die Charta kann online unterzeichnet werden unter: www.charta-zur-betreuung-sterbender.de.

Gemeinsam ein Zeichen setzen: Der Landtagsabgeordnete Eike Holsten (links) unterzeichnet die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen. An seiner Seite: Johannes Stephens, Geschäftsführer sowie stellvertretender Vorsitzender des Hospiz- und Palliativverbands Niedersachsen. Gemeinsam rufen sie dazu auf, die Charta ebenfalls zu unterstützen, dies geht auch ganz einfach online.
Foto: Hoops