Eike Holsten verweist auf Empfehlungen der Enquetekommission
Zum 1. Januar 2027 wird der bisherige Bildungsurlaub durch die Bildungszeit ersetzt. Der CDU-Landtagsabgeordnete Eike Holsten begrüßt die Neuregelung. Besonders positiv sieht er die stärkere Berücksichtigung von Qualifizierungen für ehrenamtliche Tätigkeiten.
„Lebenslanges Lernen wird immer wichtiger. Die Arbeitswelt verändert sich, digitale Lernformen gehören längst zum Alltag und auch ehrenamtliche Tätigkeiten verlangen zunehmend neue Kenntnisse und Fähigkeiten. Deshalb ist es richtig, dass der Bildungsurlaub modernisiert wird“, erklärt Holsten.
Mit dem neuen Niedersächsischen Bildungszeitgesetz wird die Nutzung der Bildungszeit flexibler. Bildungsangebote können künftig bereits ab einem einzelnen Tag in Anspruch genommen werden. Auch digitale und hybride Formate werden berücksichtigt. Nicht genutzte Bildungszeit kann ins Folgejahr übertragen werden. Mit Zustimmung des Arbeitgebers können zusätzlich Ansprüche aus den beiden davorliegenden Jahren genutzt werden, sodass unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 20 Tage gebündelt werden können.
Ehrenamt wird stärker berücksichtigt
Besonders wichtig ist für Holsten die stärkere Berücksichtigung des Ehrenamts. Anerkannte Veranstaltungen zur Qualifizierung für ehrenamtliche Tätigkeiten können künftig ausdrücklich über die Bildungszeit besucht werden. Dabei dürfen bis zu 50 Prozent der Veranstaltungsdauer aus praktischen Anteilen bestehen. Das kann beispielsweise für Qualifizierungen bei der Freiwilligen Feuerwehr, im Katastrophenschutz, in Vereinen oder bei sozialen und kulturellen Ehrenämtern relevant sein.
„Hier schließt sich ein Kreis“, so Holsten. „Die Enquetekommission ‚Rahmenbedingungen für das ehrenamtliche Engagement verbessern‘ hat sich bereits in der vergangenen Wahlperiode dafür ausgesprochen, die Möglichkeiten zur Qualifizierung von Ehrenamtlichen über den Bildungsurlaub zu verbessern. Die Kommission setzte auf ehrenamtsspezifische Bildungsangebote und forderte zugleich gezielt mehr Freistellungen für die Qualifizierung.“ Holsten war stellvertretender Vorsitzender der Enquetekommission, die ihren Abschlussbericht im März 2022 vorlegte.
Modernisierung überfällig
„Die Modernisierung ist überfällig und deshalb grundsätzlich zu begrüßen. Besonders freut mich, dass die Bedeutung des Ehrenamts bei der Bildungszeit stärker berücksichtigt wird. In der Enquetekommission haben wir bereits in der vergangenen Wahlperiode Empfehlungen vorgelegt, um Qualifizierung und Freistellung für ehrenamtlich Engagierte zu verbessern. Jetzt werden davon wichtige Punkte aufgegriffen“, erklärt Holsten. „Das zeigt: Gute Oppositionsarbeit endet nicht mit einem Antrag oder einem Abschlussbericht. Entscheidend ist, dass gute Ideen am Ende bei den Menschen ankommen.“

Foto: Tobias Koch