Besuch der CDU-Abgeordneten im Frauenhaus Verden
Kann ein Frauenhaus offen und sichtbar in der Stadt funktionieren und trotzdem Schutz und Sicherheit bieten? Das haben sich die Landtagsabgeordneten Melanie Reinecke und Eike Holsten gemeinsam mit der Verdener CDU-Kreisverbandsvorsitzenden Hella Bachmann am Beispiel des Frauenhauses in Verden angesehen. Seit Mai befindet sich die Einrichtung unter neuer Adresse, und die ist kein Geheimnis mehr. Das Frauenhaus in Verden ist eines von bisher nur wenigen Häusern in Niedersachsen mit diesem offenen Konzept.
Hilfen unter einem Dach
Ulla Schobert, geschäftsführende Leiterin, hat den Besuchern die Vorteile des neuen Modells erläutert: So ermöglicht die enge Zusammenarbeit mit der Beratungs- und Interventionsstelle (BISS), dass Beratung, Betreuung und Hilfen bei häuslicher Gewalt effizient unter einem Dach gebündelt werden. So können die Mitarbeiterinnen schneller und unkomplizierter unterstützen, Doppelstrukturen werden vermieden und die betroffenen Frauen profitieren direkt von den Synergien zwischen beiden Einrichtungen.
Starkes Signal
Für Eike Holsten, den sozialpolitischen Sprecher der niedersächsischen CDU-Fraktion, ist das neue Konzept ein starkes Signal: „Das Thema Gewalt gegen Frauen muss zentral in die Öffentlichkeit. Diese Übergriffe passieren mitten in unserer Gesellschaft und wir dürfen nicht wegsehen. „Es ist wichtig, dass Frauen in akuten Notsituationen schnell und unbürokratisch Hilfe finden können, deshalb braucht es starke Frauenhäuser: gut ausgestattet, verlässlich finanziert und gesellschaftlich anerkannt.“
Verlässliche Unterstützung
Auch Hella Bachmann, die Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, betonte mit Blick auf die Finanzierung die große Bedeutung einer verlässlichen Unterstützung: Im Haushalt des Landkreises Verden seien nun Mittel in Höhe von 516.500 Euro an den Verein „Frauen helfen Frauen“ für das Frauenhaus und der Beratungs- und Interventionsstelle im Beratungs- und Gewaltschutzzentrum Verden auf den Weg gebracht worden. Ergänzt werde dies durch eine Förderung des Landes Niedersachsen von rund 164.500 Euro. „Es ist wichtig, dass das Frauenhaus nachhaltig gestärkt wird. Hier wird täglich unverzichtbare Arbeit geleistet, für Schutz, Perspektiven und einen Neuanfang“, so Bachmann. Die Investitionen seien ein klares Bekenntnis des Landkreises und des Landes zu einem starken Hilfsangebot vor Ort.
